Fahr mich. Hätte ich einen japanischen Honda-Fahrwerkstechniker bei der Hand, würde ich mich glatt vor ihm verneigen. Eine wirklich gute Mischung aus Sportlichkeit und Komfort. Daran und während des Fahrens, gibt es nichts zu rütteln. Das völlig neue Radaufhängungssystem macht seine Sache außerordentlich gut. Dazu bekommt der Civic-Fahrer auch noch ein sehr gut in der Hand liegendes Lenkrad in die selbige gedrückt.
Der im Testfahrzeug werkende 2.2 i-DTEC passt gut zum Japaner. Die 150 PS des Common-Rail-Diesels schieben den Kompakten in 8,8 Sekunden auf 100 km/h und saugen dabei laut Hersteller im Schnitt nur 4,4 Liter aus dem Treibstofftank. Im Test lagen wir bei 6,2 Liter. Die 350 Newtonmeter Drehmoment sind übrigens auch kein Brösel! Alternativ gibt es zwei Benziner mit 100 sowie 142 PS. Wobei hier eher der größere 1.8 i Sinn macht, da der kleinere VTEC doch etwas zu schwach für ein sportlich wirkendes Auto ist.
Durch die Blume. Der Honda hat zwei wichtige Tasten. Die rote aggressive Starttaste und den grünen „Blümchen-Button“. Dieser ECON-Schalter entschärft das Ansprechverhalten des Gaspedals und zeigt im Display an, ob der Fahrer sparsam oder eher treibstoffverachtend unterwegs ist.
Das Cockpit des Vorgängers wurde anscheinend wieder dort eingebaut, wo es entwendet wurde – im Raumschiff Enterprise. Das bedeutet aber nicht, dass der Civic 2012 „normale“ Armaturen hätte. Nein, auch der neue wirkt durchaus spacig. Die EUR 17.990,– für den kleinsten Benziner sind gut angelegt. Für den getesteten Executive 2.2 i-DTEC sind es dann EUR 30.980,–. Den günstigsten Diesel gibt es ab EUR 21.990,–.
Werner Christl