Die „Vienna Autoshow“ feierte nach einer einjährigen Unterbrechung eine fulminante Auferstehung: In der Zeit vom 12. bis einschließlich 15. Jänner konnten Österreichs Importeure den begeisterten Messebesuchern nicht nur zahlreiche Österreich-Premieren präsentieren, sondern auch eine Menge „news rund ums Auto“. Verständlich, dass sich auch zahlreiche Fans aus den Bundesländern einfanden, denn auf 25.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gab es immerhin 400 Neuwagenmodelle aus der Kollektion von 40 Automarken zu bestaunen, anzugreifen und zu probieren. Zumindest hinsichtlich Sitzproben galt es sich sogar anzustellen. Und dies nicht nur beiden zahlreichen Luxuskarossen mit sechsstelligen Neupreisangeboten. Selbst Europa-Premieren gab es zu bestaunen, die sich sonst bei keinem der anderen heimischen Salons tummeln, auch wenn z.B. der „Linzer Autofrühling“ nur knapp nach dem Genfer Salon zelebriert wird.
„Vom Rennboliden bis zum Elektromobil“, schien für die Insider die Devise geheißen zu haben. Denn – wenn auch die Mobilität mit Elektromotoren nicht so richtig zwischen Boden- & Neusiedlersee in die Gänge kommt - Fahrzeuge mit „alternativen Antrieben“ bleiben dennoch das Gespräch der Stunde. Auch in Wien, wo an manchen Ständen die Meinung nicht zurück gedrängt werden konnte, „edel & teuer muss es sein“. Wie sehr sich – zumindest hinsichtlich des Publikumsinteresses – eine aktuelle staatliche Finanzkrise mit absehbaren Steuererhöhungen, aber auch preislich ausufernde Kfz-Betriebskosten kaum ausnahmen ließen, beim Auto steht „Vernunft“ sicherlich nicht an erster Stelle. Zumindest nicht in den Salon-Hallen, wo vor allem um Fahrzeuge der „prallen Brieftaschen“ das größte Getümmel herrschte: Bei McLaren, bei Bugatti, bei Lamborghini, bei Aston Martin, bei Bentley, bei Mercedes, Audi, BMW und Porsche gabs stets Gedränge ums Sitzplatz-„Testen“.
Auto als „Lebensader“ der österreichischen Wirtschaft
Wenn auch diverse Kreise das Auto nur allzu gerne von der Bildfläche verschwinden lassen möchten, das Auto ist in Österreich schon längst zu einer „wirtschaftlichen Lebensader“ geworden: Denn die „Stinker“ sind die Basis von rund 175.000 Beschäftigten in Österreich im automotiven Sektor. Übersetzt: Jeder 8. Arbeitsplatz hängt in der Alpenrepublik direkt oder indirekt vom Auto ab. Hochgerechnet heißt dies: „Das sind 12 Prozent der insgesamt in Österreich unselbständigen Beschäftigten!“ Insider wissen, dass in Österreich rund 700 Unternehmen mit rund 175.000 Beschäftigten durch Herstellung, Verkauf und Instandhaltung (u.a. Fahrzeughandel, Kfz-Reparatur, Versicherung, Tankstellen etc.) leben. Hochgerechnet gibt es eine Studie, dass im Alpenland definitiv mindestens 360.000 Personen durch das Auto in Wohlstand leben können. Sie sind die Basis, dass anno 2010 ein Produktionswert von 11 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. Bei einem Exportvolumen von 90 Prozent.
2012 wird kein Rekordjahr, oder doch…
Der „Ausblick“ auf das bevorstehende Autojahr ist „durchaus positiv“. Umindest nach Meinung der Insider, die sehr wohl wissen, daß nach dem Rekordjahr 2010 mit 2011 erneut ein Rekord am KFZ-Verkäufen in Österreich aufgestellt werden konnte. Verständlich, wenn es da Insider gibt, die die Meinung vertreten : „Bei diesen Schmuckstücken, wie wir sie hier in Wien gesehen haben, schließe ich einen neuerlichen Rekord nicht aus!“