Begründet wird diese Hoffnung für betroffene Patienten einerseits mit der nachweislich deutlich reduzierten Operationssterblichkeit und andererseits der verbesserten Möglichkeit der Früherkennung in spezialisierten Zentren. Im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz werden österreichweit die zweithöchsten Fallzahlen bei der Operation von Bauchspeicheldrüsenkrebs erreicht.
Die chirurgische Therapie, also die Entfernung des Tumors, ist die einzige Behandlung, die eine Chance auf Heilung verspricht. Die Operation ist aber nur dann möglich, wenn eine Metastasierung der Krebszellen in andere Organe, wie die Lunge oder die Leber, ausgeschlossen ist.
Aus diesem Grund ist besonders bei einem Pankreaskarzinom die Früherkennung eine zentrale Angelegenheit. Bauchspeicheldrüsenkrebs braucht durchschnittliche 12 Jahre von der ersten mutierten Zelle bis zur Diagnose wegen Beschwerden. Die Metastasierung beginnt aber schon 7-8 Jahre nach der Startermutation. Die Strategie des Pankreas-Leber-Zentrums ist es daher, Patienten mit hohen Risiko, aber ohne Beschwerden, zu überwachen, um Frühveränderungen zu erkennen.