Sie sind nicht zu übersehen und schon gar nicht zu überhören: die Schiachperchten, die jedes Jahr in der Weihnachtszeit im alpenländischen Raum durch die Gegend ziehen, um die Dämonen des Winters auszutreiben. Auch auf der Linzer Landstraße waren die Perchten heuer schon zu Gange.
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Anfang Dezember hallte der Rhythmus der Urton-Trommler durch die Linzer Landstraße und kündigte, gemeinsam mit dem Schellengeläut der Perchten, deren Umzug an. Zahlreiche der pelzigen Gesellen liefen vom Passage über Promenade, Herrenstraße, Mozartkreuzung und Landstraße zurück in die Betlehemstraße und lockten unzählige Schaulustige jeden Alters an. Ganz Mutige wagten sich daran, die haarigen Gefährten zu provozieren und ernteten dafür Hiebe mit dem Rossschweif.
In Begleitung einer Vielzahl von Hexen und mit dem heiligen Nikolaus im Gepäck zogen die Sagengestalten durch die Innenstadt und erweckten so das Jahrhunderte alte Brauchtum wieder zum Leben.
Wie weit der Ursprung zurückliegt ist unklar, eines aber ist bekannt: Die ursprünglichen Perchten waren weiblich. Sie sollten Frau Bercht darstellen, Schicksalsfrau und Seelenbegleiterin.
Sehen Sie hier ein paar Eindrücke des Perchtenlaufs!