„Der Schillerpark wird größer und grüner. Rund 30 zusätzliche Bäume werden auf der Erweiterungsfläche gepflanzt bzw. säumen die freie Rasenfläche im Innenbereich des Parks. Der Park lädt bereits an der Schnittstelle zur Landstraße zum Verweilen und Entspannen ein. Der Schillerpark wird das grüne Schmuckstück der neu gestalteten südlichen Landstraße und bringt eine neue Aufenthaltsqualität in eine der belebtesten Einkaufsstraßen Österreichs“, freut sich Grünreferentin Stadträtin Susanne Wegscheider über das neue Gestaltungskonzept des Parks. Noch im Frühjahr beginnen die StadtgärtnerInnen mit der Neugestaltung des Schillerparks. Diese wird sich mit Gesamtkosten von 600.000 Euro zu Buche schlagen.
Die Neugestaltung
Für die Neugestaltung wurde der Park in drei Zonen, den zentralen Parkraum und die im Norden und Süden anschließenden Randbereiche, eingeteilt. Die neu gewonnene Fläche im Süden soll zu einem Ort der Begegnung werden und eine Verbindung zur Landesbibliothek herstellen. Um die Metallskulptur „Das andere Buch“ von Theo Blaickner (bisher im südöstlichen Teil des Parks aufgestellt) in zentraler Lage, laden Sitz- und Liegeelemente zum Verweilen ein. Für den nötigen Schatten werden zwölf neu gepflanzte immergrüne Föhren sorgen.
Entlang des gesamten Parks sollen immergrüne Hecken den Park begrenzen und erst auf den zweiten Blick die Zugänge zum Parkinneren sichtbar machen. Dahinter entsteht ein Rundweg, der im Westen und Süden als breiter Boulevard, im Norden und Osten als schmälerer Begleitweg ausgeführt ist. Entlang des Begleitgrüns an der Landstraße werden Sitzbankzeilen Möglichkeiten zum Ausruhen bieten. Auch das Schillerdenkmal erhält hier seinen neuen Standort. Beim Sitzplatz bei der Landesbibliothek werden immergrüne Föhren gepflanzt.
Neue Wegeführung
Ausgehend von der zentralen Brunnenanlage werden sternförmig neue Kieswege das Parkinnere erschließen und zum Spazieren und Flanieren einladen. Zusätzlich zum alten Baumbestand, der zur Gänze erhalten bleibt, werden rund 18 große Laubbäume gepflanzt. Darüber hinaus sorgen weitläufige Rasenflächen sowie neu gestaltete Blütenlandschaften für das nötige Grün samt farblichen Akzenten. Nicht zuletzt werden 25 englische Parkbänke dem Grünraum eine klassische Note verleihen.
Daten und Fakten
Die Geschichte des Schillerparks
1824 entstand auf dem Gelände der ehemaligen Trainkaserne ein Belustigungspark, der 1910 den Namen Schillerpark erhielt. 1959 wurde das Schillerdenkmal zum 200. Geburtstag von Friedrich Schiller aus Kremsmünsterer Konglomerat errichtet. Am 20. September 1983 wurde der Park in seiner heutigen Form eröffnet. Die Gesamtkosten betrugen 2,8 Millionen Schilling, davon entfielen auf den begehbaren Brunnen 1,5 Millionen Schilling. An dessen Kosten beteiligten sich die Österreichische Spielbanken-AG und die Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt mit jeweils 300.000 Schilling. Neu gestaltet wurde auch das Schiller-Denkmal und als Gegenstück zum Brunnen im südlichen Teil des Parks aufgestellt.